Mozart
 05. Dezember 2020 

Mozart in Passau: Gedenktafel erinnert an seinen Besuch

Auf dem Mariahilfberg ist wurde eine Gedenktafel enthüllt. Sie weist darauf hin, dass Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit der ganzen Familie vor über 250 Jahren in der Passau zu Gast war.

An der Fassade des Klosters auf dem Mariahilf-Berg in Passau ist am 4. Dezember 2020, dem Samstagnachmittag vor dem zweiten Advent, eine Gedenktafel enthüllt worden. Darauf steht: „Im September 1762 betete hier in dieser Kirche Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit seiner älteren Schwester Maria Anna, …“

Die Idee hatte ein bekannter Mozartkenner und Verehrer: der Passauer Kunsthistoriker Pankraz Freiherr von Freyberg. Ein privater Sponsor, ein Unternehmer aus Ortenburg im Landkreis Passau, habe die Gedenktafel finanziert; von Freyberg dazu: "Es berührt mich sehr, dass es Menschen gibt, die so etwas möglich machen."

 

Unterwegs von München nach Wien

Viel sei über diesen Besuch nicht bekannt, urteilt von Freyberg, der Ex-Intendant der Festspiele Europäische Wochen. Aber dies: Der Komponist habe als Sechsjähriger im September 1762 auf der Reise von München nach Wien fünf Tage Halt in Passau gemacht. Er reiste zusammen mit seiner Familie: Vater Leopold, Mutter Anna Maria und Schwester Nannerl.

Konzert beim Bischof, Gebet auf Mariahilf

Sicher sei, dass das damalige "Wunderkind" dem Passauer Fürstbischof vorspielen durfte und dafür eine für damalige Zeiten sehr große Gage von einem Golddukaten bekam. Und weiter, dass Mozart mit seiner Familie auf dem Mariahilfberg für den schwerkranken Sohn eines Freundes der Mozarts, Lorenz Hagenauer, betete. Ein Brief von Vater Leopold an Hagenauer ist vermutlich das einzige Dokument zu diesem Besuch.

Wo die Familie damals logierte, ist unsicher. Vermutlich in Häusern in der Altstadt, heute das "Café Kowalski" oder die "Pension zur goldenen Sonne“.


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