Mozart
 02. April 2017 

Mozarts Nachlaß – Ein Notenschatz in Offenbach am Main

1799 erwarb Johann Anton André von Mozarts Witwe Constanze den künstlerischen Nachlaß des Komponisten. Nun befanden sich Über 273 autographe Werke Mozarts kamen so in den Besitz des Offenbacher Musikverlegers, den der bis zu seinem Tod 1842 auch fast vollständig behielt. Bis 1854 blieb der Nachlaß in Offenbach. Kurz vor Andrés Vertrag mit Constanze Mozart hatte der Musikverleger den damals noch unbekannten Alois Senefelder nach Offenbach geholt, um mit seiner Hilfe in seine Musikverlag die Lithographie als neues Verfahren für den Notendruck einzuführen. Ab 1800 erschienen in Offenbach dann lithographierte Notendrucke nach Mozarts Originalmanuskripten. Die Andréschen Mozart-Ausgaben sind sehr wertvoll für die musikwissenschaftliche Forschung.
Oft wurden die Lithographien von Originalausgaben nach Mozarts Handschrift hergestellt, während sich andere Verleger schon mit Nachdrucken als Vorlage zufrieden gaben. Viele Mozart-Werke sind so in Offenbach im Erstdruck erschienen, darunter auch die Komposition „Eine kleine Nachtmusik“.
Dass Johann Anton André Arbeit einen wertvollen Beitrag für die bald einsetzende Mozart-Forschung war, zeigt sich im bekannten Köchel-Verzeichnis. Hier zitierte Ludwig Ritter Andrés chronologische Ordnung der Mozart-Werke, die der nach seinen Studien an den Autographen handschriftlich hinterlassen hatte.


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